Mitteilungen des Gemeindepräsidenten

Liebe Münchwilerinnen und Münchwiler

Am 3. März 2017 traf sich der Gemeinderat zu seiner eintägigen Frühjahresklausur. Thema dieser Zusammenkunft war die Projektplanung der Legislatur 2015 – 2019, mit Ausblick auf die nächste Legislatur 2019 – 2023. Ziel der Frühjahresklausur war es, die aktuelle Projektplanung zu überprüfen und nötigenfalls Korrekturen vorzunehmen.
Die aktuelle Projektplanung enthält gegenwärtig 33 Projekte. Davon betreffen 19 Projekte das Thema Ortsplanung. Davon reichen 10 Projekte teilweise weit über die laufende Legislatur hinaus, die im Juni 2019 endet. Ein Projekt, nämlich die Ortsplanungsrevision 2025 beginnt erst in der kommenden Legislatur. Erste Vorbereitungen dazu müssen jedoch bereits in den Jahren 2018 und 2019 gestartet werden. 12 Projekte betreffen die Gemeindeorganisation, beispielsweise die Revision der Gemeindeordnung und der damit zusammenhängenden Reglemente. Aber auch die mit der Einführung des HRM2 notwendige Ergänzung des bestehenden Internen Kontroll Systems und die allfällige Einführung eines Risiko Management Systems sind wichtige Projekte aus dem Themenbereich Gemeindeorganisation. Zwei Projekte betreffen das Thema regionale Zusammenarbeit, so die Feuerwehr Zusammenarbeit und die Reorganisation der Zivilschutzorganisation.
Der Gemeinderat hat die aktuelle Projektplanung mit geringfügigen Anpassungen genehmigt. Die angepasste Fassung der Projektplanung wird nun weiter verfeinert und dient ab Juni 2017 unter anderem als Grundlage für die Erarbeitung des Voranschlages 2018 und die Anpassung der Finanzplanung 2019 - 2022.
Der Stand der Umsetzung der Legislaturschwerpunkte 2015 – 2019 überprüft der Gemeinderat, wie jedes Jahr, in der Herbstklausur Anfangs September 2017. Ein Review der Legislaturschwerpunkte und Projekte soll im Spätherbst 2017 erstmals gemeinsam mit den Vorständen der Ortsparteien und der Vereinigung Münchwiler Firmen durchgeführt werden. Mitte 2018 plant der Gemeinderat ein für alle interessierten Münchwilerinnen und Münchwiler offenes „Sommercamp". Damit soll im Hinblick auf die Legislatur 2019 – 2023 eine Gelegenheit gegeben werden, um Ideen und Vorschläge zur Gemeindeentwicklung in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt einzubringen und zu diskutieren.
Übrigens, die aktuellen Legislaturschwerpunkte des Gemeinderates sind in der Homepage Münchwilen TG unter „Politik" publiziert.

Gemeindeverwaltung 4.0
Das Internetzeitalter ist schon seit einiger Zeit bei der Gemeindeverwaltung Münchwilen angekommen. eUmzug, eRechnung, eSteuern sind heute nutzbare Ansätze von eGovernment auf kommunaler Ebene. Diese Entwicklung wird weiter gehen in Richtung eGemeindeschalter der dauernd für die Einwohnerinnen und Einwohner verfügbar sein wird. Vielleicht können dereinst Baugesuche elektronisch auf den Weg durch die verschiedenen Instanzen gebracht werden und führen zur elektronischen Baubewilligung.
Im Verlauf April 2017 stellt die Gemeindeverwaltung auf Internet Telefonie um. Diese Umstellung wird nötig, weil Ende 2017 die heutige technische Telefonie Lösung durch den Betreiber abgestellt wird. Neu arbeitet die Gemeindeverwaltung mit einem Lösungsanbieter in der Gemeinde zusammen und nutzt das Breitband Glasfasernetz des EW Münchwilen. Die Nutzung des Breitband Glasfasernetzes des EW Münchwilen eröffnet neue Möglichkeiten der Kommunikation und Information.
Die gegenwärtige Homepage www.muenchwilen.ch basiert auf Technologien die teilweise weit über 10 Jahre alt sind. Aus der Sicht der Informatiker ist das das Mesozoikum der Informatik. Unter anderem wurde in der Gemeindeverwaltung das Projekt Homepage 2020 Münchwilen gestartet. Die künftige Homepage unserer Gemeinde soll nicht nur statische Informationen anbieten, sondern barrierefrei und interaktiv sein. Barrierefrei heisst, beispielsweise sehbehinderte Personen sollen die Homepage uneingeschränkt nutzen können. Interaktiv bedeutet, Homepage Benutzer können publizierte Artikel kommentieren oder in dafür vorgesehenen Bereichen eigene Artikel und Beiträge publizieren. Ein digitaler Dorfplatz soll entstehen. Auf diesem sollen sich Einwohnerinnen und Einwohner untereinander und mit den Behörden austauschen können. Eine digitale Anzeigenwand für nicht rein kommerzielle Zwecke mit „ich suche" oder „ich biete" soll bereitgestellt werden. Die neue Homepage basiert auf den neusten Technologien und soll dieser rasanten Entwicklung laufend angepasst werden. Es ist gegenwärtig geplant, die neue Homepage Ende 2017 in Betrieb zu nehmen und später in Phasen laufend den Bedürfnissen entsprechend auszubauen. Eine Idee von der Interaktivität vermittelt der Einblick in: https://2324.ch/winterthur/stadt-winterthur

Elektronisches Leitungskataster Münchwilen ist auskunftsbereit
2014 hat der Gemeinderat beschlossen die bestehenden Kanalisationshausanschlüsse im Untergrund von Münchwilen in einem Internet basierten Geografischen Informations System zu erfassen. Ausserdem werden seit 2014 alle neu erstellten Kanalisationsleitungen bis an die Hauseinführung heran genau vermessen und erfasst. Die Gemeinden und Fachstellen nutzen hierzu das WebGIS des Kantons Thurgau. In Zusammenarbeit mit Geotopo Sirnach wurde die Phase der Grunderfassung kurzem abgeschlossen. Die laufende Erfassung bei Neubauten wird konsequent weitergeführt. Auf WebGIS Thurgau erfasst und publiziert sind die Daten für Kanalisation, Fernwärme, Wasser, Gas, Elektrizität und Telekommunikation. Diese WebGIS Informationen sind grundsätzlich öffentlich. Private haben aber keinen Zugang in den Bereich Leistungskataster des WebGIS Thurgau. Falls Sie etwas über die Lage von Leitungen auf Ihrem Grundstück wissen wollen, können Sie beim Amt für Bau und Umwelt Münchwilen oder beim EW Münchwilen, beide im Gemeindehaus Münchwilen, Auskunft erhalten

„Taten statt Worte"?
Sicher haben Sie auch schon festgestellt, ein Plastiksäckli bei den meisten Detailhändlern kostet neu 5 Rappen. Die Detailhändler wollen damit einen aktiven Beitrag gegen die weitere Ausbreitung der Plastikinseln in den Weltmeeren leisten. Beispielsweise spart Coop nach eigenen Angaben pro Jahr 850 Tonnen Plastiksäckli. Damit folgt Coop dem eigenen Nachhaltigkeits - Grundsatz „Taten statt Worte".
Seit dem 6. März 2017 läuft bei Coop eine Sammelaktion. Noch bis zum 15. April 2017 bekommt man im Coop Emoji’s. Emoji’s sind kleine Plastikfigürchen. Diese Emoji’s kann man sammeln und tauschen. Vierundzwanzig unterschiedliche Emotionen können mit diesen Plastikfigürchen zum Ausdruck gebracht werden.
Plastikfigürchen ? ------ Plastiksäckli Verbrauch senken, Plastikfigürchen sammeln und später wegwerfen, ------ Weltmeere retten? Ja, vielleicht habe ich den Grundsatz Nachhaltigkeit mit „Taten statt Worten" falsch verstanden? Worte statt Taten?

Unmöglich heisst nur, dass wir die Lösung noch nicht gefunden haben.

Ihr Gemeindepräsident, Guido Grütter


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