Mitteilungen des Gemeindepräsidenten

Liebe Münchwilerinnen und Münchwiler

Wir stehen vor dem Jahreswechsel ins 2018. Im Hinblick darauf, hat der Gemeinderat bereits im September die Legislaturschwerpunkte 2015 – 2019 sowie die damit zusammenhängenden Ziele und Massnahmen überprüft.

Schwerpunkt Gesellschaft
Im Schwerpunktbereich Gesellschaft geht es in der laufenden Legislatur darum, dem Zentrum von Münchwilen eine Identifikation und soziale Treffpunkte zu geben.
Die beiden Mehrfamilienhäuser entlang der Waldeggstrasse sind vor der Fertigstellung. Die ersten Wohnungen sind bereits bezogen. Damit sind der Gestaltungsplan Ochsen und der Gestaltungsplan Waldegg, welche in der Legislatur 2011 – 2015 bewilligt worden sind, vollständig umgesetzt.
Bis Ende der Legislatur 2015 – 2019 wird es darum gehen, die Idee für eine ortsbauliche und wirtschaftlich bessere Nutzung der Gemeinde eigenen Immobilien zwischen der Murg und der Waldeggstrasse, zu konkretisieren und die erforderlichen Entscheidprozesse einzuleiten. Gleichzeitig werden Ideen entwickelt, um das bestehende Gebäude der Stützpunkt Feuerwehr Münchwilen mit dem Gemeinde Werkhof und der Gemeinde Wertstoff Sammelstelle zu kombinieren sowie die Unterbringung von Asylsuchenden so zu gestalten, dass je nach Bedarf genügend und flexibel geeigneter Wohn- und Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt werden kann.
Die Idee einer Murgbrücke für den Langsamverkehr zwischen Gerichtshaus und Areal der evangelischen Kirche wird weiter ausgearbeitet. Damit soll eine gefahrlose Verbindung abseits des Verkehrs des Zentrumskreisels ins Schulareal Oberhofen geschaffen werden. Die Idee einer Unterquerung der Frauenfelderstrasse entlang der Murg, wird ebenfalls weiter entwickelt. Damit soll eine sichere Verbindung für den Langsamverkehr zum Schulareal Waldegg ermöglicht werden. Beides sind Ideen aus der Zentrumsstudie 2009 die 2015 überarbeitet wurden und zu denen Projektskizzen vorliegen.
Dem Gemeinderat liegt sehr viel daran, dass der Alfred Sutter Park und die Villa Sutter mit der Bibliothek und dem Café Sutter zu einem beliebten Ort der Begegnung und Kultur, also ein zentraler sozialer Treffpunkt, wird. Dank dem Trägerverein ist dieses Anliegen auf sehr guten Wegen. Der Gemeinderat wird diese Entwicklung weiterhin genauso unterstützen, wie er auch andere Vereinstätigkeiten fördert und unterstützt.

Schwerpunkt Wirtschaft
Im Schwerpunktbereich Wirtschaft geht es unter anderem darum, gute Voraussetzungen für die Schaffung von renoviertem und neuem Wohnraum, Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen zu schaffen.
Für den Entwicklungsschwerpunkt Wil West wurde durch die beiden Kantone Thurgau und St. Gallen ein Entwurf eines Gestaltungsplanes erarbeitet und die verkehrliche Erschliessung dazu entwickelt. Darin einbezogen sind der neue Autobahnanschluss A1 Wil West sowie eine grosse Zahl von flankierenden Massnahmen in der Stadt Wil und in den angrenzenden Gemeinden. Das alles ist mit dem Agglomerationsprogramm 3. Generation beim Bund in der Prüfung. Im Verlaufe März 2018 erwarten die beiden Kantone den Entwurf des Prüfberichtes des Bundes. Dieser Prüfbericht wird zwischen den Beteiligten diskutiert. Der definitive Prüfbericht und der Entscheid des Bundesrates dazu werden im September 2018 erwartet. Die Freigabe der finanziellen Mittel durch das Bundesparlament für den Bau des Autobahnanschlusses und die Mitfinanzierung der Massnahmen aus dem Agglomerationsprogramm 3. Generation Wil West ist im 2. Quartal 2019 vorgesehen.

Schwerpunkt Umwelt
Im Schwerpunktebereich Umwelt geht es darum, die Bevölkerung im Umgang mit der Natur und mit Wertstoffkreisläufen sowie in der Verwendung von Energie zu sensibilisieren.
Mit den nun realisierten Hochwasser Schutzmassnahmen konnten verschiedenen Bachläufen wieder in ihren ursprünglichen Verlauf renaturiert werden. In Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern, den betroffenen Landwirten und den Anstössern wird der Gemeinderat diese Renaturierungen von Bachläufen weiter verfolgen.
Die konsequente Trennung von Wertstoffen aller Art ist dem Gemeinderat ein sehr wichtiges Anliegen und er wird sich dafür weiter engagieren. Daher begrüsst er es sehr, dass die Sammlung von Kunststoffen aller Art weitergeführt wird. Der Rat ist jedoch der Auffassung, gesammelte Kunststoffe seien in erster Linie zu neuen Produkten zu verarbeiten und nicht zur Erzeugung von Energie zu verbrennen.
Bezüglich Energie, insbesondere Energieeffizienz, will der Gemeinderat noch in der laufenden Legislatur mit gutem Beispiel vorangehen. Dies indem das Gemeindehaus hinsichtlich Potenzial für Energieeinsparungen unter die Lupe genommen wird. Im Vordergrund steht eine energieeffiziente Beleuchtung im Inneren und der Aussenanlagen sowie der Ersatz der bald 40 jährigen Fenster mit neuen Fenstern mit Isolationswerten nach den heute üblichen Standards.

Danke!
Am Jahresende Bilanz ziehen heisst auch immer Wertschätzung, Anerkennung und Freude über das Erreichte zum Ausdruck bringen. Es ist ein Faktum, dass das was nicht besonders gut läuft, meistens im Verständnis Einzelner oder einer Minderheit, die Schlagzeilen der lokalen Medien prägt. Dabei bildet das was gut läuft die Mehrheit dessen was in einer Region und in den Gemeinden geschieht.
Gerade deshalb, danke ich allen konstruktiven Kräften, die sich freiwillig für etwas Gemeinnütziges einsetzen.
Herzlichen Dank an alle die in einer Funktion in einem Verein oder einer Gemeinschaft Verantwortung tragen oder sich sonst wie, selbst als Teilnehmer, engagieren.
Danke an alle, die den Mut und die Kraft aufbringen, sich für die Allgemeinheit und zum Gemeinnutzen öffentlich zu exponieren.
Danke an alle stillen Schaffer die viele Dinge für die Gemeinschaft tun, welche als Selbstverständlichkeiten kaum noch wahrgenommen werden. Das ist alles andere als selbstverständlich. Wir schätzen das sehr.
Liebe Münchwilerinnen und Münchwiler, im Namen des Gemeinderates und allen Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung, danke ich Ihnen für Ihr Engagement und das Vertrauen. Wir wünschen Ihnen frohe und besinnliche Festtage und jetzt schon das Allerbeste für das kommende 2018.

In der Geborgenheit der Familie Weihnachten zu feiern, ist in der heutigen Zeit das wohl schönste aller Geschenke.
Roswitha Bloch (*1957), deutsche Lyrikerin, Dozentin und Lektorin

Ihr Gemeindepräsident, Guido Grütter


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