Mitteilungen aus dem Amt für Bau und Umwelt

Bewilligungen wurden erteilt an:

- Immo8 AG, Ottilienstrasse 24, Bütschwil, Abbruch EFH und Neubau 2 MFH mit Tiefgarage an der Murgtalstrasse 37 + 39, Münchwilen
- Beat Meier Bau AG, Hauptstrasse 39, Bettwiesen, Projektänderung zu BG 2017-0041(Neubau EFH) / Vergrösserung Obergeschoss, Rietwies 10, Münchwilen
- Auto Welt von Rotz AG, Wilerstrasse 72, Münchwilen, Überdachung bestehender Parkplätze, Wilerstrasse 76, Münchwilen
- Maute Stephan, Industriestrasse 1, Münchwilen, Sitzplatzüberdachung auf Terrasse Obergeschoss, Industriestrasse 1, Münchwilen
- Pircher Bruno, Sirnacherstrasse 15, Münchwilen, Anbau offener Unterstand, Sirnacherstrasse 15, Münchwilen

Aus dem Ressort Umwelt

Bereitstellung des Kehrichts / Unterflursammelstellen
Stellen Sie bitte Ihre Kehrichtsäcke und Gewerbecontainer am Abfuhrtag morgens bis 7.00 Uhr bereit.
Baustellen, ein Unfall, die Witterung (Schnee), Doppeltouren nach Feiertagen oder die Ferienzeit können dazu führen, dass die Abfuhrroute geändert werden muss und die Kehrichtabfuhr somit zu ungewohnten Zeiten unterwegs ist.

Bitte beachten Sie, dass die Bereitstellung des Kehrichts am Vorabend nicht gestattet ist. In einigen Quartieren sind bereits Unterflursammelstellen erstellt worden, diese können und sollen benutzt werden.

Papiersammlung, 13. Januar 2018
Am 13. Januar 2018 wird die Pfadi Hinterthurgau Ihr Altpapier einsammeln. Bitte deponieren Sie das Altpapier am Abholtag gut gebündelt bis 07.30 Uhr am Strassenrand.
Säcke werden nicht eingesammelt!
Karton kann separat verschnürt ebenfalls mitgegeben werden (keine Milch- und Getränkepackungen, Waschmittelkartons, mit Alu beschichteten oder plastifizierten Karton).
Bei Fragen, oder falls bis 16.15 Uhr Ihr Sammelgut noch nicht abgeholt wurde, bitte Anruf unter 079 393 11 63.

Grüngutsammelstelle
Die Grüngutsammelstelle im Tannhof ist von Ende November 2017 bis zum 5. März 2018 nur jeweils am Mittwoch ganztags und am Samstagmorgen geöffnet.

Entsorgungs-Sammelstelle, Waldeggstrasse 7, Werkhof
Die Entsorgungs-Sammelstelle beim Werkhof ist jeweils von Samstag 17.00 Uhr bis Montag 08.00 Uhr geschlossen. Für Ihre Entsorgungen beachten Sie bitte folgende Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr Samstag von 08.00 bis 17.00 Uhr.

Die Anlieferung ist nur für Einwohner der Gemeinde Münchwilen gestattet.

Elektronikschrott
Elektronikschrott kann von Montag bis Freitag (7:30 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 16:30 Uhr) bei ESRA Stiftung Zukunft Thurgau, Fischingerstrasse 66 in 8370 Sirnach gratis abgegeben werden.


Mitteilung des Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB)

KUH-Bag wird weitergeführt
Der ZAB sowie der Verband KVA Thurgau lancierten im Herbst 2015 gemeinsam ein neues Angebot: Die Sammlung von gemischten Kunststoffen aus Haushalten im sogenannten KUH-Bag. Nach zwei Jahren Pilotprojekt konnten durchwegs positive Schlussfolgerungen mit dem KUH-Bag gezogen werden. Diese basieren vor allem auf den Erkenntnissen und Beobachtungen der Empa, welche das Projekt mit einem transparenten Monitoring im Auftrag des Amts für Umwelt TG begleitet hat.
Über die ganze Pilotphase wurde dabei je nach Sortierverfahren eine Recyclingquote (Anteil der gesammelten Menge, die stofflich verwertet wird) von rund 50 Prozent erreicht. Dies bedeutet, dass rund die Hälfte des gesammelten Kunststoffs konnte in der Schweiz oder europäischen Ländern dem Recycling zugeführt und stofflich wiederverwertet werden. Die nicht recyclierbaren Kunststoffe wurden energetisch verwertet.

Nach der zweijährigen Pilotphase haben die beiden Abfallzweckverbände ZAB und KVA Thurgau aufgrund der steigenden Nachfrage der Bevölkerung sowie der positiven Erfahrungen beschlossen, die Dienstleistung einer gemischten Kunststoffsammlung mit dem KUH-BAG auch weiterhin anzubieten. Die beiden Verbände werden das System weiter optimieren, um das Entwicklungspotenzial der stofflichen Verwertung noch besser zu erschliessen und die Recyclingquote zu erhöhen.

Phosphorrückgewinnung
Seit Jahren fokussiert sich der ZAB auf die energetische Verwertung der Abfälle sowie auf die Rückgewinnung von Rohstoffen. Beispiele dafür sind die Energieproduktion in Form von Wärme und Strom, die Rückgewinnung wertvoller Metalle aus den Rückständen der thermischen Anlagen sowie mineralischer Rohstoffe. Dazu soll künftig auch Phosphor gehören.

 

Da die aus der Schlammverbrennungsanlage anfallende Asche phosphorhaltig ist, drängt sich eine weitergehende Nutzung dieser Asche auf. In Zusammenarbeit mit Partnern ist der ZAB bestrebt, den in der Asche enthaltenen Phosphor in der Form von Dünger wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen.
Die technische Machbarkeit ist mittlerweile nachgewiesen und entsprechende Gespräche mit Behörden sowie möglichen Partnern und Abnehmern sind im Gange.

Aus dem Ressort Tiefbau

1. Etappe Hochwasserschutz/Renaturierung Chräbsbach abgeschlossen
Zwischen der Weinfelder- und der Mezikonerstrasse windet sich der Chräbsbach durch sein breites, kiesiges Bachbett. Es liegen Steine und Wurzelstöcke darin, und es sieht aus wie im Nationalpark oder als wäre eine grosse Hochwasserwelle durchgerauscht und hätte alles Grün weg gefegt. Früher – also ganz früher – bevor der Mensch überhaupt in die Gewässer eingegriffen hat, sorgte die Natur regelmässig für solch tiefgreifende Umgestaltungen. Nach jedem Hochwasser lagen Steine und Holz herum. Und nach jedem Mal wurden die Kiesflächen von Pionierpflanzen wie der Königskerze besiedelt und die Fische und die Krebse freuten sich über neue Leich- und Wohngebiete. Auch hier am Chräbsbach wird dadurch die Natur beflügelt und die Artenvielfalt gefördert.

Das ist das Resultat des Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojektes der Gemeinde Münchwilen. Das Bachbett ist nun breit genug, um ein Hochwasser aufzunehmen. Nur noch selten wird Wasser auf die Wiese – links in Fliessrichtung gesehen – ausbrechen. Der Wasserspiegel steigt nicht mehr so hoch wie früher und die Grundstücke rechts sind geschützter. Auch an der Mezikonerstrasse und der Chräbsbachbrücke wurden Bauarbeiten ausgeführt. Die Brücke wurde auf die doppelte Breite aufgeweitet. Das reicht für ein Hochwasser wie das von 2015. Sollte jedoch das Schicksal launisch sein und ein noch grösseres Hochwasser den Chräbsbach hinunter schicken, so wird Wasser links über die Strasse strömen können. Deshalb wurde die Strasse in diesem Bereich abgesenkt. Das Hochwasser wird kontrolliert über die Strasse geleitet und findet dahinter wieder ins Bachbett zurück, ohne Schaden anzurichten.

Damit so ein Projekt gelingt braucht es die richtigen Zutaten, so als wollte man einen Kuchen backen. Man nehme eine entschlossene Gemeinde, 10 gesprächsbereite Anwohner, ein findiges Ingenieurbüro und – Achtung, jetzt kommt‘s – eine Schulklasse. Schülerinnen und Schüler aus den Klassen von Dominic Schalch und Bruno Gunterswiler haben unter der Leitung von Marius Küttel, dem Fischereiaufseher die Krebse vor den Bauarbeiten in Sicherheit gebracht. Dazu durchkämmten sie bei Nacht, mit Taschenlampen und Eimern ausgerüstet den Bach und sammelten die Krebse ein. Diese wurden rund 300?Meter oberhalb wieder ausgesetzt. Sie werden allmählich bachabwärts zu ihrem früheren Standort wandern und dort neue Wohnungen im renaturierten Bereich vorfinden. Doch zurück zum Rezept. Ein fähiger Baggerführer kreiert mit viel Geschick ein Meisterwerk. Dieses wird mit Bäumen und Hecken verfeinert. Und wie das bei einem Kuchen so ist, erhält jeder ein Stück. Sie als Bewohnerinnen und Bewohner von Münchwilen erhalten ein Stück Sicherheit und ein Stück Biodiversität.

Im 2018 ist in den ersten 100m unterhalb der Mezikonerstrasse die weitere Etappe der Renaturierung vorgesehen. Dazu sind noch kleinere Eingriffe bis zur Einmündung nötig um den Hochwasserschutz sicherzustellen und gleichzeitig ökologische Aufwertungen zu erzielen. Das gilt auch für den Abschnitt oberhalb der Weinfelderstrasse wo 2019 abschliessende Hochwasserschutzmassnahmen vorgesehen sind.

Vor der Sanierung                                  nach der Sanierung (noch nicht begrünt)

                     

An dieser Stelle bedankt sich die Gemeinde insbesondere bei allen betroffenen Grundeigentümern für die Unannehmlichkeiten während der ganzen Bauphase.

Gregor Kretz, Leiter Amt für Bau und Umwelt

 


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