Mitteilungen des Gemeindepräsidenten

Liebe Münchwilerinnen und Münchwiler

Die Gemeindeversammlung vom 29.11.2017 hat einen Baukredit von CHF 996‘000 bewilligt. Die Arbeiten an der Garderobenerweiterung Sportanlage Waldegg sind im Januar 2018 aufgenommen worden. Die Baubewilligung ist seit Anfang März 2018 erteilt. Die Bauvorbereitungen mit den Auftragsvergaben, mehrheitlich an das lokale und regionale Gewerbe, sind entschieden. Die Bauarbeiten starten Anfangs April 2018.

Die Baukommission besteht aus: Armin Sutter, Architekt und Bauleitung, Matthias Rutz, Bauherrenvertretung und Baufachberater, Philipp Raas, Schulleiter Waldegg, Marco Veraguth, Abwart Schulanlage Waldegg, Nadja Stricker, Gemeinderätin Ressort Finanzen und Gesundheit sowie Guido Grütter, Gemeindepräsident und Ressort Hochbau. Die Baukommission hat drei Sitzungen durchgeführt. Bis November 2018 sind sechs weitere Sitzungen geplant.

Die Garderobenerweiterung sowie die Umgebungsarbeiten sollen Ende November 2018 abgeschlossen sein. Die erweiterte Anlage kann dann dem Betrieb übergeben werden.


Bild: Anbau / Umbau Garderobenblöcke bestehende Turnhalle Waldegg

Gemeinde Immobilien, aktueller Stand
In der Ausgabe Münchwilen aktuell vom 11. April 2014 stand Folgendes zu lesen:
- Die Gemeindeinfrastruktur auf einem qualitativ guten baulichen Zustand bringen, diesen halten und damit langfristig den jährlich wiederkehrenden Unterhalts- und Betriebsaufwand insgesamt reduzieren.
- Nicht betriebsnotwendige Immobilien verkaufen und den Erlös in die Erneuerung und in den Neubau von betriebsnotwendigen, öffentlichen Bauten investieren um deren Betriebskosten langfristig zu senken.

Dieser Grundsatz wurde in der Legislatur 2011 – 2015 vom Gemeinderat aufgrund einer eingehenden Zustandsanalyse der gemeindeeigenen Immobilien formuliert. Die Zustandsanalyse wies einen Finanzbedarf von insgesamt rund 9 Millionen Franken aus, um die baulich vernachlässigen Immobilien der Gemeinde zu sanieren. Das Gerichtsgebäude ist inzwischen auf den neusten Stand gebracht und ausgebaut. In den Unterhalt und die Gebäudetechnik des Gemeindehauses wurde verstärkt investiert. Der Zustand ist heute gut. Bezüglich Energieverbrauchs sind markante Optimierungen am Gemeindehaus geplant. Am Bahnhofgebäude Münchwilen wurde der Unterhalt intensiviert und es wurden verschiedene Instandsetzungen durchgeführt. Das Gebäude der Feuerwehr Region Münchwilen ist, dank laufender Erneuerung und gutem Unterhalt durch den vor Ort verantwortlichen Materialwart Gabriel Eisenring in einem guten Zustand. Für das Schützenhaus Münchwilen zeichnen sich eine Verwendung ab.

Gemeinde Immobilien an der Waldeggstrasse
Die drei Gemeinde Immobilien Waldeggstrasse 4, 5 und 7 sind im Eigentum der Politischen Gemeinde Münchwilen. Von diesen drei Immobilien sind die Waldeggstrasse 5 (Sozialwohnung / Unterbringung Asylbewerber) und die Waldeggstrasse 7 (Gemeinde Werkhof) betriebsnotwendig. Das Mehrfamilienhaus Waldeggstrasse 4 ist ein Wohnhaus mit vermieteten Wohnungen und nicht betriebsnotwendig.

 


Bild: Immobilien der Gemeinde an der Waldeggstrasse, rot umrandet (webgis-thurgau)


Alle Immobilien an der Waldeggstrasse wurden von Fachexperten auf ihren Zustand hin geprüft, deren Marktwert wurde geschätzt. Der Finanzbedarf für die Instandsetzung und die langfristige Werterhaltung wurden ermittelt. Besonders die beiden betriebsnotwendigen Immobilien müssten mit einem Gesamtaufwand von 1,12 Millionen Franken in Stand gesetzt werden. Energetische Sanierungen und Umbaumassnahmen, um zeitgemässen Wohnraum zu schaffen, sind nicht eingerechnet aber zwingend auszuführen. In der Beurteilung ist der finanzielle Gesamtaufwand für die Instandsetzung, die energetische Sanierung und für Umbaumassnahmen gegenüber einem Gewinn an betrieblichem Nutzen für die Gemeindeaufgaben nicht zu rechtfertigen.
Das nicht betriebsnotwendige Wohnhaus Waldeggstrasse 4 weist einen Instandsetzungsbedarf von 720‘000 Franken auf. Energetische Sanierungen und Umbaumassnahmen sind in diesem Betrag noch nicht berücksichtigt. Auch bei dieser Immobilie kommt der Gemeinderat zum Schluss, der finanzielle Aufwand sei gegenüber einer für diese Lage vertretbaren Kostenmiete nicht zu rechtfertigen.
Alle drei Grundstücke an dieser zentralen Lage könnten deutlich wirtschaftlicher genutzt werden, als dies heute der Fall ist. Gestützt auf diese und weitere bestätigende Analysen kam der Gemeinderat zum Schluss, alle drei Immobilien und Grundstücke in einem öffentlichen Vergabeverfahren zu veräussern und damit die Chance für eine ortsbaulich bessere Nutzung dieser Zentrumslage zu nutzen.

Verfahrensablauf der Investorenkonkurrenz Immobilien Waldeggstrasse
In einer ersten Phase, einem sogenannten selektiven Verfahren, wird ein Ideenwettbewerb für eine Überbauung aller drei Grundstücke öffentlich ausgeschrieben. Diese öffentliche Ausschreibung ist Anfangs März 2018 erfolgt. An diesem Verfahren dürfen sich Teams zusammengesetzt aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Investoren beteiligen. Damit will der Gemeinderat dafür sorgen, dass nur Ideen zur weiteren Bearbeitung zugelassen werden, die den sehr hohen ortsbaulichen und verkehrstechnischen Anforderungen an dieser wichtigen Zentrumslage genügen. Anhand einer Kriterienliste wird eine bereits bestellte Fachjury die geeignetsten Projekte auswählen, diese der Öffentlichkeit vorstellen und in einem Beteiligungsverfahren eine Auswahl vornehmen. Das Siegerteam erhält den Zuschlag für den Verkauf oder die Abgabe im Baurecht mit der zwingenden Auflage das Projekt ohne wesentliche Änderungen im vorgegebenen Zeitraum zu realisieren. Dies unter dem Vorbehalt eines zustimmenden Beschlusses der Gemeindeversammlung.
Das Präqualifikationsverfahren für die Selektion von fünf schlussendlich teilnehmenden Teams soll im April 2018 abgeschlossen werden können. Die Bevölkerung erhält im September die Gelegenheit, die fünf eingereichten Projekte zu beurteilen und ihre Bewertung zu den einzelnen Projekten abzugeben. Die finale Auswahl durch die Fachjury ist ebenfalls im September 2018 geplant. An welcher Gemeindeversammlung eine Abstimmung erfolgt oder ob eine Urnenabstimmung durchzuführen ist, muss derzeit noch offen gelassen werden.

Neubaulösung Werkhof Münchwilen
Der Werkhof und die Entsorgungsstelle bzw. Wertstoffsammelstelle sollen als Anbau an das bestehende Gebäude der Feuerwehr Region Münchwilen betrieblich deutlich besser gelöst werden als heute. Ein Pflichtenheft hierfür wurde erstellt und ein öffentliches Planerwahlverfahren ist ebenfalls seit Mitte März 2018 gestartet.

Nutzung Leerstand für Unterbringung Asylbewerber
Für die Unterbringung von Asylbewerbern sieht der Gemeinderat künftig die Miete von heute leerstehenden Wohnungen vor. Auch bei einer Zunahme der Anzahl von Asylbewerbern, soll bestehender Wohnraum möglichst dezentral genutzt werden. Der Gemeinderat will kein Asylzentrum schaffen sondern mittels dezentraler Unterbringung die gute Integration der Asylbewerber aktiv unterstützen. Als Option bei stetiger Zunahme von Asylbewerbern sieht der Gemeinderat eine Kooperation mit anderen Gemeinden bei der Unterbringung und Betreuung. Ins vorläufige Archiv gelegt wurde ein umfangreiches Pflichtenheft für den Bau einer Asylunterkunft. Diese Option käme aber nur dann in Frage, wenn die Anzahl Asylbewerber sehr rasch und über lange Zeit kontinuierlich ansteigen und über mehrere Jahre auf hohem Stand bleiben würde.

Münchwilen als Zentrum des Gebäudeunterhaltes
Der international geläufige Fachbegriff heisst „Facility-Services". International waren die über 4‘000 Besucher an der 4. Hauswart Fachmesse vom 15. – 16. März 2018 in und rund um die Dreifachturnhalle Waldegg Münchwilen. Über 100 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen einem sehr interessierten Fachpublikum. Erstmals mit dabei, einige kulinarische Stände mit allerlei Genüssen aus der Region. Wiederum zeichnete Beat Fischer als Präsident des Organisationskomitees für die Planung und Durchführung der Messe verantwortlich. Mit seinem OK Team bestehend aus Peter Reist, Werner Fuchs, Stefan Rust, Nicole Berg und 30 Helfern sorgte eine erfahrene und eingespielte Gruppe für einen reibungslosen Ablauf auf dem Messegelände und in der Umgebung. Aus einer „Bier Idee", wie Beat Fischer zu sagen pflegt, ist ein für die Branche bedeutender Anlass in der Schweiz geworden. Münchwilen wurde für zwei Tage ins Zentrum aller Hauswarte, ihren Lieferanten und Dienstleister gerückt. Das Organisationskomitee verdient den grössten Respekt für diese Leistung. Sie ist beispielhaft für viele Leistungen die freiwillig und alleine der guten Sache wegen erbracht werden. Herzlichen Dank an Beat Fischer und sein ganzes Team, herzlichen Dank an alle Aussteller und herzlichen Dank an alle Besucherinnen und Besucher. Wir freuen uns bereits heute auf die 5. Münchwiler Fachmesse Facility-Service.

Das ist das tiefste und vornehmste Band, das Menschen miteinander verbinden kann: Miteinander etwas wollen.
Albert Schweitzer (1875 – 1965) Theologe, Missionsarzt, Organist, Friedensnobelpreis 1952

 

Ihr Gemeindepräsident, Guido Grütter

 


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