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Aus Sicht des Gemeindepräsidenten

Vor zehn Jahren, am 17. Mai 2009, hat das Thurgauer Volk die kantonale Initiative „Schutz vor Passivrauchen" abgelehnt. Der Gegenvorschlag des Grossen Rates wurde hingegen angenommen. Seither können Gastronomiebetriebe die höchstens 80 Quadratmeter Gesamtfläche haben als Raucherlokale bewilligt werden. In Münchwilen gibt es mehrere solche Gastronomiebetriebe. In anderen Betrieben sind Raucher- und Nichtraucher-Bereich voneinander baulich getrennt. Die Thurgauer Lösung hat sich bewährt. Den Gastronomiebetrieben, die es ohnehin schwer genug haben, dürfen keine neuen und nicht noch mehr Regulierungen zugemutet werden.

Trotzdem sei die Frage erlaubt: Wo geht man als Nichtraucher nach einer Sitzung, Musikprobe, Turn- und Fussballtraining, etc. am Abend in Münchwilen hin, um bei Kaffee, Mineralwasser, einem Bier oder Glas Wein gemütlich beisammen zu sein, wenn man nachher nicht alle Kleider tagelang auslüften oder waschen will?

Der Gemeinderat hat vielfach davon gehört. Viele Gruppierungen gehen nur sehr ungern und daher selten oder oft gar nicht mehr in Raucherlokale, obwohl sie die lokalen Gastronomiebetriebe sehr gerne mit ihrem Konsum unterstützen würden

Es ist nachvollziehbar wenn die Gastronomen negative Auswirkungen auf ihr Geschäft befürchten, wenn in ihren Lokalen nicht mehr geraucht werden dürfte. Raucher sind wichtige Gäste die Umsatz bringen. Und die Nichtraucher?

Ihr Gemeindepräsident

Guido Grütter